Meteoriten

Auch wenn der Dreh von „Sekundenschlaf“ wenig Spaß gemacht hat, hatte er aber den Vorteil, dass ich so zu meinem nächsten und liebsten Projekt kam. Der Trailerdreh von der Serie „Meteoriten“ fand in den Heilstätten Hohenlychen statt. Dort durften wir in ruinösen Gemäuern eine postapokalyptische Welt darstellen. Es war sehr kalt, aber wir wohnten für 2 Wochen in einer sehr idyllischen Holzhütte und hatten sehr viele Freiheiten. Fotos werde ich hochladen, sobald das Projekt Form annimmt und ich nicht mehr meine Schweigepflicht verletze.

 

Sekundenschlaf

Mein bisher chaotischster und unorganisiertester Film war „Sekundenschlaf“ von der HFF Potsdam. Die Regisseurin hatte sich offensichtlich vorgenommen alle Schwierigkeiten, die man beim Filmdreh haben kann, in einen Film zu packen. Das bedeutet, die Hauptrolle war ein 5jähriges Mädchen, es sollten ein Hund, eine Schildkröte, Fische und eine tote Katze mitspielen, außerdem drehten wir noch einen Autounfall.
Wie zu erwarten war, lief vieles nicht wie geplant. Das Mädchen hatte sehr selten Lust das zu tun, worum man sie bat, der Hund tat auch nicht was er sollte, außerdem hatte das Mädchen Angst vor ihm. Das heißt er flog raus. Die Fische konnte ich der Regisseurin glücklicherweise vorher ausreden.

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The Lake

Im Frühling 2015 habe ich bei meinem bisher größten Projekt mitgemacht – „The Lake“ in Babelsberg. Ich war als Praktikant dort, und hatte leider auch fast nur solche Aufgaben, also z.B.: Drucken, Kopieren, Recherchieren, kleinere Besorgungen, Moodboards anfertigen..  Das Gestalten von Aufklebern, die ich dann in einem Cockpit anbrachte war wahrscheinlich meine kreativste Aufgabe :-)

Blurry Lines

10952907_387047454811551_6004236849282487017_o blogNach den beiden Kurzfilmen hatte ich Lust auf weitere kleine Projekte. Auf crew-united.com fand ich eine passende Anzeige. Für einen Studenten-Kurzfilm der Beuth-Hochschule wurde noch ein Szenenbildassistent gesucht. Eine Mail später traf ich schon den Szenenbildner und lernte das Projekt kennen. Für so einen kleinen Film war die Ausstattung ganz schön aufwändig. Ich musste unter anderem 100 Euro-Paletten, 40 Styroporkisten und sehr viele Fisch besorgen, ein Fahrrad mit Western-Aufklebern, Radio und Wimpel schmücken, Sofas und Kissen verkleiden und eine Blende bauen, die als Attrappe für eine Kaffeemaschine diente. Das Projekt war zwar anstrengend, aber hat gerade durch die Abwechslung sehr viel Spaß gemacht.

Hochbett

DSC_1344 blogSoweit ich mich erinnern kann, habe ich schon immer ein Hochbett gehabt. Ich finde, es ist eins der sinnvollsten Möbel die man haben kann. Und das nicht nur aus platzsparenden Gründen. Das Bett ist einfach außerhalb des Blickfeldes und der Schlafplatz ist durch die nahe Decke besonders gemütlich. Ich wollte sogar als Diplom ein Hochbett entwerfen, aber mein Professor meinte, das sei ein Kindermöbelstück, das ich nicht an Erwachsene verkauft bekomme. Ich denke, das ist zu Unrecht eine weit verbreitete Assoziation, der entgegen gewirkt werden sollte. Ich habe es zuliebe meiner Zensur aber dann doch nicht gemacht.

Während meine ersten Hochbetten von meinem Vater gebaut wurden, habe ich mein jetziges und mittlerweile viertes Hochbett selbst entworfen und gebaut.

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Rea und Margit

simple-stories_rea-1200x675 blogRea und Margit waren 2 Bewerbungs-Kurzfilme von Sarah Neumann für eine Hochschule. Sie waren perfekt als erstes Projekt, in dem ich allein für das Szenenbild zuständig war. Sarah und ich suchten erst lange nach einer geeigneten Wohnung als Drehort, und entschieden uns letztendlich für die erste, welche zwar sehr klein, aber dafür komplett und auch relativ geschmackvoll eingerichtet war. So musste ich kaum etwas besorgen. Ich räumte nur ein paar Möbel um, hing Gardinen auf und dekorierte etwas. Ansonsten war ich Innenrequisiteurin.

Unsichtbare Jahre

Persp von links FriedrichstrMein zweites Praktikum schloss sich fast nahtlos an das erste an. Schon beim ersten Gespräch wurde mir gesagt, dass ich vor allem als Innenrequisite-Assistenz gebraucht werde. Innenrequisiteure sind böse gesagt die Putzfrauen beim Film. Sie haben zwar eine sehr wichtige, aber meiner Meinung nach auch sehr undankbare Aufgabe. Sie sind beim Dreh dabei und sorgen u.a. dafür, dass alle Requisiten immer auf Anschluss sind, also bei jeder Wiederholung der selben Szene beispielsweise an der selben Stelle stehen. Als Innenrequisiteur gestaltet man also eher nicht mit.
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Pampa Blues

IMG_3218Mein erstes Praktikum im Filmgeschäft war bei dem Fernsehfilm „Pampa Blues“. Meine Hauptaufgabe sollte sein, ein Modell eines Dorfes zu bauen, das aussehen sollte, als hätte es jemand (ohne Modellbaukenntnisse) selbst gebastelt. Dieses Dorf existiert tatsächlich in Baden-Württemberg. Leider war ich nie dort und musste es anhand von Fotos und Google Maps nachbauen. Dabei stellte ich ansatzweise das Relief, die Straßen, Bäume und auch jedes einzelne Haus nach.

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Kleiderschrank

Dieser Schrank ist vor allem eins: praktisch. Ich hatte kaum gestalterische Ansprüche, sein Aussehen verdankt er fast ausschließlich seiner Funktion.
Da ich geschlossene große Schränke nicht sonderlich mag, hatte ich für lange Zeit keinen Kleiderschrank. Allmählich wurden mir aber die beiden Fächer, in die ich meine Kleider stopfte, zu eng. In meiner jetzigen Wohnung beschloss ich also im Flur einen Schrank zu bauen. Da dieser Flur nicht gerade breit ist, musste der Schrank recht schmal sein. Er hat eine Tiefe von 30cm. Das ist zu schmal, um Kleiderbügel aufzuhängen, deshalb wollte ich zuerst 2 Stangen senkrecht zur Wand anbringen. Dann entschied ich mich aber doch für eine Stange, die parallel zur Wand ist, denn die Bügel können ja auch einfach schräg hängen. So kann ich mehr Kleider unterbringen und habe auch eine besser Übersicht.

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Küchentür

Meine Wohnung hat den typischen Schnitt, den sanierte Einraumwohnungen in Berlin heute so haben: ein innenliegendes Bad, umringt von Küche, Zimmer und Flur. Ich freute mich, als ich sah, dass die Küche nicht nur eine Ausbuchtung des Zimmers ist, sondern tatsächlich ein eigener Raum. Das Problem: Es gab zwar einen Türrahmen, aber keine Tür. Der vorletzte Mieter hatte sich eine Decke hingehangen, wie Löcher im Türrahmen verrieten. Ich wollte jedoch eine richtige Tür, einerseits um Essensgerüche in der Küche zu lassen, andererseits aus heiztechnischen Gründen. Später stellte ich fest, dass die Küche mit Tür auch wesentlich gemütlicher wurde. Ich war mir jedoch sicher, dass die Tür fast immer offen sein würde, deshalb entschied ich mich für eine Schiebetür. Diese versperrt nichts, wenn sie offen steht. Weiterlesen